„Niemals hätte ich gedacht dass ich einmal in Mexico leben würde.“

2011 war wohl das Jahr das mein Leben komplett veränderte. Ich konnte ENDLICH mein Hobby, mein Leben, zum Beruf machen.
Im Juni 2011 saß ich in einem Flieger nach Bangkok, Thailand. Super nervös saß ich dort, denn ich reiste nicht zum Urlaub in dieses schöne Land. Ich war als Stuntman für einen neuen Martial Arts Film gebucht.
Dies war der Anfang meiner Karriere als Parkour und Freerunning Athlet und ich werde seit dem für diverse Filme, Serien, Werbespots,  Photoshootings, Wettbewerbe, Workshops etc. gebucht.
Ich verbrachte eine ganze Zeit in Bangkok und wirkte zum Beispiel noch bei Werbespots für „Mc Donalds“ oder „Head & Shoulders“ mit.

Irgendwann war es Zeit für den nächsten Schritt und so ging ich zurück zu meiner Familie nach Deutschland. Zum Glück wurde ich auch dort weiterhin gebucht und konnte in einigen Kinofilmen oder Serien wie „Tatort“ oder „Polizeiruf 110“ mitwirken.

Ich komme wirklich aus einer kleinen Stadt in der es leider so gut wie keine Spots zum Trainieren gibt.
Also plante ich mit der Stadt Baiersbronn seit 2013 einen Parkour Park.
Dank einem super Team nahm dieser Park Form an und im Sommer 2013 war dann auch die offizielle Eröffnung mit dem „1. Black Forest Parkour Cup“.
Der Cup war so erfolgreich das er seitdem jedes Jahr stattfindet.
Dank vielen Sponsoren war 2015 das Budget größer als sonst, und ich hatte die Möglichkeit Athleten aus Amerika und Mexico einzufliegen.

Danee Marmolejo kannte ich seit mehreren Jahren über Facebook und da ich seine Arbeit sehr schätze lud ich ihn sofort ein.
Danee blieb mehrere Wochen bei mir Zuhause und es gefiel ihm super. Unsere Freundschaft wuchs und mir wurde klar dass ich ihn unbedingt besuchen will!
Da ich zu den glücklichen gehöre die Parkour & Freerunning als Beruf ausüben, buchte ich mein Ticket ohne Probleme und erreichte Mexico Anfang November.
Nach diversen Trainingseinheiten stand dann Mitte Dezember die „UrbanRunners Challenge“ bevor und ich verletzte mich leider 2 Tage vor Wettbewerb schwer, so dass ich leider als Jury das Event erlebte. Versteht mich nicht falsch, Jury ist super, aber als Athlet wäre ich gerne dabei gewesen.

Seitdem wohne ich in Mexico Stadt, in einer Parkour WG und genieße das Leben.
Nächsten Monat drehe ich wieder in einem großen Hollywood Film mit und bin gespannt wohin mich das Leben noch bringt.

 

Was ich damit sagen will ist folgendes:

Ich komme ursprünglich aus dem Kampfsport. Mittlerweile gibt es verschiedene Richtungen, wie zum Beispiel Kung Fu, Karate, Judo, Taekwondo, Boxen etc.
Alles hat mehr oder  weniger den gleichen Ursprung, aber in den verschiedene Teilen der Welt wurden so unterschiedliche Stile entwickelt das man von allem etwas lernen kann.
Ich denke im Parkour und Freerunning ist es fast das gleiche. Zwar gibt es diese Disziplinen noch nicht so lange in dem Sinne wie wir es kennen, trotzdem finde ich in jedem Land verschiedene Stile.
In Russland flippt man wie verrückt, während in Deutschland eher kontrollierte Präzisionssprünge schätzt. In Thailand überzeugt man mit Mut und krassen Sprüngen. (Die Szene dort ist noch relativ jung, daher folgen dort die meisten dem Style der „Internet Stars“)

 

Geht raus, erkundet die Welt, findet euren Style und genießt die Bewegungen…

Und wer mich mal in Mexico besuchen will… Schreib mir und kommt vorbei!

 

Gruß Andy

 

 

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Andy Haug Pyramides Mexico City (18)

DAERedit

Climbing

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